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Acryl überstreichen: So geht’s

4 Min Lesezeit

Hattest du schon mal das Problem, dass du beim Streichen von Wänden oder Fensterrahmen auf Stellen gestoßen bist, die sich nicht so einfach übermalen lassen? Nun, dabei könnte es sich um eine Fuge aus Acryl oder Silikon handeln. Wir zeigen dir, wie du selbst mit Acryl arbeiten und wie du später das Acryl überstreichen kannst.

Verwendungsmöglichkeiten von Acryl

Acryl ist ein Kunststoff, den man meist als Plexiglas kennt. Viele Möbelstücke, aber auch Badewannen sind aus Acryl. Da Acryl aber auch ein dehnbarer Dichtstoff ist, wird es, ähnlich wie Silikon, auch als Fuge bei beweglichen Teilen wie Tür- oder Fensterzargen verwendet oder dient als Masse zum Ausbessern von Rissen und Löchern in Wänden.
Auch Fußbodenfugen werden gelegentlich mit Acryl gezogen. Da das Material aber durch seine grobporige Oberfläche besonders gut Fusseln und Staub anzieht, erhöht das den Putzaufwand.

Acryl oder Silikon? So erkennst du Acryl

Acryl und Silikon sind sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Beide Stoffe sind im feuchten Zustand pastös und härten danach in eine gummiartige Konsistenz aus. Sie im trockenen Zustand voneinander zu unterscheiden, fällt selbst einem Profi manchmal schwer.
Wir haben hier aber zwei Tipps für dich, wie du Acryl eindeutig erkennen kannst:

  • In feuchtem Zustand: Acryl lässt sich zu Röllchen formen, während Silikon auf deinen Fingern haften bleiben wird.
  • In trockenem Zustand: Schneide ein Stück aus der Fuge. Lässt sich das Stück nicht wie eine Gummischlange in die Länge ziehen, sondern reißt schon nach kurzer Zeit, wird es sich ziemlich sicher um Acryl handeln.

Acryl überstreichen: Das musst du beachten!

Acryl hat gegenüber Silikon den großen Vorteil, dass man es relativ gut überstreichen kann. Es gibt aber einige Dinge, die du beachten solltest, damit du später mit deinem Ergebnis auch wirklich zufrieden bist.

Trocknungszeit beachten

Acrylfugen müssen ausgiebig trocken, bevor sie voll belastbar und überstreichbar sind. Als Faustregel gilt: 24 Stunden für 1 mm Acryldicke. Die Trocknungszeit kann aber je nach Hersteller variieren. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du 28 Tage warten, bis du die Acrylfuge überstreichen kannst.

Nicht im Nassbereich verwenden

Acryl eignet sich nicht für Fugen im Badezimmer oder in der Küche, da es bei erhöhter Feuchtigkeit wasserdurchlässig wird. Dadurch kann Wasser hinter die Fuge gelangen, ins Mauerwerk eindringen und zu Schimmelbildung führen. Zudem hält die Acrylfuge häufiges gründliches Reinigen mit Putzmittel, wie man sie in Küche und Bad verwendet, auf Dauer nicht aus und reißt schneller. Im Nassbereich solltest du daher immer Silikon verwenden.

Die richtige Farbe für Acryl

Da Acryl besonders dazu neigt Staub anzuziehen, ist eine sorgfältige Fett- und Staubentfernung besonders wichtig. Am besten benutzt du dafür unseren umweltfreundlichen Zum Reinigen – MissPompadour Reiniger.
Damit deine Farbe dann auch auf der Acrylfuge gut hält, solltest du die Fuge zuvor jedenfalls mit Zum Halten – MissPompadour Haftgrund behandeln. Den Haftgrund einfach mit einem dünnen Pinsel auf die Fuge auftragen und trocknen lassen. Nun kannst du loslegen, und zwar egal, ob du eine Wand streichen oder Fensterrahmen lackieren möchtest. Alle unsere Lacke und Wandfarben haften dank der Grundierung auf der Acrylfuge. Je nach Farbton kann es aber sein, dass nach dem ersten Anstrich die Fuge noch durchschimmert. Nach dem zweiten Überstreichen des Acryls sollte aber kein Farbunterschied mehr zu sehen sein.
Natürlich kannst du auch Möbelstücke aus Acryl streichen. Hierfür gilt dasselbe wie für die Fuge: Eine gute Reinigung vorab, damit die Oberfläche staub- und fettfrei ist, sowie das Auftragen der Grundierung, damit der Anstrich dann auch wirklich gut haftet. Was die Farben betrifft, sind der besonders strapazierfähige MissPompadour Stark & Schimmernd Lack und der wunderbar matte MissPompadour Sanft & Matt Lack besonders zu empfehlen.

Acrylfuge richtig ziehen: in 5 Schritten zum perfekten Ergebnis

Eine sauber gezogene Acrylfuge – etwa zwischen Fenster- oder Türzarge und Mauer – verhindert, dass die Farbe später genau am Übergang zur Zarge aufspringt und abblättert oder unschöne Risse entstehen. Tatsächlich ist Acryl leichter zu verarbeiten als Silikon. Mit unserer Anleitung ist es ganz einfach, eine einwandfreie Fuge aus Acryl zu ziehen.

Schritt 1: Reinigen

Entferne jeglichen Staub, Spinnweben oder sonstige Fusseln, die sich möglicherweise zwischen Zarge und Wand angesammelt haben, mit einem feuchten Lappen.

Schritt 2: Richtig abkleben

Damit deine Fuge eine schöne, gerade Linie bildet und du saubere Kanten erhältst, klebst du die Zarge mit Klebeband ab. Achte darauf, dass du rund 5 mm der Zarge zur Wand hin frei lässt.

Schritt 3: Fuge ziehen

Schneide ein kleines, abgeschrägtes Spritzloch von der Acrylkartusche ab und lege die Kartusche am oberen Rand der Zarge an. Nun – wie bei Silikon – ohne Absetzen von oben nach unten, etwa im 45°-Winkel, eine gerade Acrylfuge ziehen.

Schritt 4: Fuge glätten

Jetzt wirst du merken, dass sich Acryl leichter verarbeiten lässt als Silikon, denn für das Glätten der Fuge brauchst du nur deinen Finger, Küchenrolle und ein feuchtes Tuch. Mit dem Finger und mit leichtem Druck fährst du von oben nach unten die Fuge entlang und entfernst überschüssiges Material mit einer Küchenrolle. Danach den Finger in das feuchte, fusselfreie Tuch stecken und nochmal nachziehen.

Schritt 5: Klebeband abziehen und trocknen lassen

Zum Schluss ziehst du das Klebeband ab und lässt die Fuge ausgiebig trocknen.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema Acryl streichen

Die wichtigsten Fragen zum Thema Acryl überstreichen haben hier für dich zusammengetragen:

Wie lange muss Acryl vor dem Streichen trocknen?

Acryl braucht ziemlich viel Zeit, bis es richtig trocken ist. Als Faustregel kannst du dir merken, dass an einem vollen Tag 1 mm des Acryls trocknet. Bei einer Fuge, die möglicherweise einen kleinen Hohlraum ausfüllt, musst du daher davon ausgehen, dass es lange dauert, bis das Acryl vollständig trocken ist. Die Trocknungszeiten sind zudem je nach Hersteller unterschiedlich, aber wir empfehlen dir jedenfalls 28 Tage lang zu warten.

Kann ich abgelaufenes Acryl noch benutzen?

Acryl kann theoretisch nicht ablaufen, daher kannst du es auch nach dem Ablaufdatum noch benutzen. Du solltest aber darauf achten, die Kartusche richtig zu lagern, nämlich aufrecht und frostfrei. Eine angebrochene Kartusche musst du auf jeden Fall gut verschließen, um das Acryl vor dem Austrocknen zu schützen. Am besten eine Schraube oder einen passenden Nagel fest in die Spritzenspitze stecken.

Acryl vor oder nach dem Streichen verwenden?

Acryl solltest du immer vor dem Streichen auftragen. Schließlich möchtest du damit entweder einen schönen, elastischen Übergang zwischen Fenster- oder Türzarge erreichen oder Risse kitten. Ist unter der Fuge eine Farbschicht, kann das Acryl keine Verbindung zwischen der Mauer und dem Material der Fenster- oder Türzarge eingehen.

Warum reißt Acryl nach dem Streichen?

Acryl reißt in der Regel nach den Streichen nur dann, wenn du es zuvor nicht richtig austrocknen hast lassen. Daher lieber einen Tag länger warten, als sich später ärgern.

Kann ich Silikon überstreichen?

Auf Silikon haftet weder Lack noch Farbe. Möchtest du dennoch eine Silikonfuge streichen, empfehlen wir dir unser MissPompadour - Zum Silikon Versiegeln. Damit lassen sich auch Silikonfugen wirkungsvoll abdecken und du kannst sie danach mit jeder Farbe überstreichen.

Dieses Zubehör brauchst du zum Ziehen & Streichen von Acryl

Zum Ziehen einer Acrylfuge:

  • Klebeband: Zum Abkleben der Fenster- oder Türzarge und als Hilfe, damit die Fuge gerade wird. Unser rückstandslos kompostierbares Zum Abkleben – MissPompadour Klebeband eignet sich sehr gut dafür.
  • Lappen und Küchenrolle: Zum Reinigen der Stelle, an der die Fuge gezogen werden soll und zum Reinigen des Fingers, den man über das Acryl zieht. Ein Glätter, wie man ihn bei Silikonfugen verwendet, kann hilfreich sein, ist aber bei Acryl nicht unbedingt notwendig.

Zum Streichen von Acryl:

  • Lappen und Reinigungsmittel: Zum Säubern der Acrylfuge oder Acrylfläche. Unser Zum Reinigen – MissPompadour Reiniger ist umweltfreundlich, tierversuchsfrei und frei von schädlichen Chemikalien.
  • Schmaler Pinsel: Zum Überstreichen der Acrylfuge mit dem Zum Halten – MissPompadour Haftgrund. Dazu eignet sich der schmale, spitz zulaufende Zum Streichen – MissPompadour Schrägpinsel gut.

Acryl/Silikon überstreichen - So wird's perfekt

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